Dr. Elmar Kainz

Gedanken zu Geist und Gehirn

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psychiater.at

Herzlich Willkommen auf psychiater.at

Ich habe diese Seite erstellt, um gegen die vielen Vorurteile in der Psychiatrie etwas zu unternehmen. Es geht um uns alle. Psychische Erkrankungen treffen nicht nur die anderen. Unser Gehirn ist zwar äußerst komplex, nach dem es aber ein Organ wie jedes andere ist, kann es auch das eine oder andere mal krank werden. Das kommt vor, und das ist trotzdem kein so grosses problem. Die meissten Krankheiten des Gehirns, können schnell und effektiv behandelt werden. Man muss aber den Mut haben einzugestehen, dass etwas nicht in ordnung ist, dass man krank ist.

Daten zu meiner Ordination in Knittelfeld oder Graz finden Sie unter www.kainz.at!

Graz: 0316 - 23 20 88                                                           Knittelfeld: 03512 - 206 11

(Achtung im öffentlichen Telefonbuch ist für Graz eine falsche Telefonnummer abgedruckt)

 

Fischöl gegen Psychose?

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Man glaubt es kaum, aber in einer Wiener Studie (Long-Chain omega-3 Fatty Acids for Indicated Prevention of Psychotic Disorders - Arch Gen Psychiatry. 2010;67(2):146-154) konnte gezeigt werden, dass Fischölkapseln das Risiko für eine Psychose reduzieren kann. Eine Hochrisikogruppe für Schizophrenie mit 81 Patienten im Alter von 13 bis 25 Jahren wurde über 12 Wochen untersucht. Die Patienten litten bereits an einer milden Psychose, und deshalb war das Risiko für den Ausbruch einer Psychose bei etwa 40%. Die Hälfte der Patienten bekamen über 12 Wochen ein Plazebo, also ein Medikament ohne Wirkstoff und die andere Hälfte bekam Fischöl in Kapseln (täglich 4 Kapseln mit 700 mg Eicosapentaensäure, 480 mg Docosahexaensäure und 7,6 mg Vitamin E).

Von der Gruppe die mit einem Plazebo "behandelt" wurden, erkrankten 27,5% währen von den mit Fischöl behandelten Patienten nur 4,5% erkrankten. Aufgrund der engen Vorgabe der Studie und auch der geringen Anzahl von Patienten (80 Patienten sind für eine gesichtere Aussage noch zu wenig), kann Fischöl aber nicht als Ersatz für dies bisherigen Therapien bei Schizophrenie bzw. bei Psychosen empfohlen werden. Nachdem die Fischölkapseln jedoch als Nahrungsergänzung verfügbar sind und kaum Nebenwirkungen haben, ist der Einsatz zur Vorbeugung gegen eine Psychose sicherlich überlegenswert.

Sollten Sie eine Schizophrenie oder Psychose haben oder gehabt haben, setzen Sie bitte nicht leichtfertig Ihre Medikamente ab, besprechen Sie das unbedingt zuerst mit Ihrem Psychiater.

 

Depressionen

Depression ist nicht Trauer

Depression ist keine Schwäche

Depression ist eine sehr gut behandelbare Krankheit des Gehirns

Typische Symptome

  • Hartnäckige traurige oder "leere" Stimmung
  • Verlust des Interesses an Aktivitäten, welche einem früher Spaß gemacht haben
  • Verminderte Energie,
  • Schlafstörungen
  • Gedanken an Tod, Selbstmordgedanken...
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Suizid - und doch gibt es einen Ausweg!

Menschen, die an eine Selbsttötung denken befinden sich in einem besonderen Ausnahmezustand. Sie stehen vor Problemen für die es vermeintlich keine Lösungen gibt. Das Gefühl vor einer verschlossenen Tür zu stehen oder einer unüberwindlichen Wand treibt diese Menschen in eine Spirale, an deren Ende die Selbsttötung steht.

Man spricht hier von einer „suizidalen Entwicklung“, sie wird von W. Pöldinger im Jahr 1968 wie folgt beschrieben:

Erwägung

In dieser ersten Phase drängen sich erste Gedanken an einen Suizid auf, sie bieten sich oft auf Grund eines Erlebens bzw. Erfahrens von Suizidfällen im Umfeld an und haben somit oft eine „Vorbildwirkung“....

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Warum habenPsychopharmaka so einen schlechten Ruf?

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Psychopharmaka sind Medikamente, welche eine Krankheit des Gehirns bzw des Gestes heilt oder mildert. Hier ist schon das erste Problem, eine Krankheit im Kopf - das kann nicht sein - das darf nicht sein!

Aber das Gehirn ist nun einmal das komplizierteste Organ im Körper, und es kann - nein es wird - wie jedes andere Organ das eine oder andere mal erkranken. Stellen Sie sich vor alle Menschen, die eine Grippe hätten, würde sich so masslos davor fürchten, wie vor einer Erkrankung des Gehirns. Sie werden sagen, das ist doch etwas ganz anderes, wer wird den schon im Gehirn Krank? Leider sehr viele, jeder 2. Mensch erkrankt im Laufe des Lebens mindestens einmal an einer Depression, meistens sogar mehrere male. Aber jeder versteckt sein Leiden, und so hat jeder der betroffen ist das Gefühl der Einzige zu sein.

Aber jetzt bin ich vom Thema abgekommen, wir wollten ja über Medikamente sprechen. Also der schlechte Ruf von Psychopharmaka ist eingentlich einfach zu erklären - er war begründet! Vor einigen Jahren gab es für die meisten psychischen Erkrankungen überhaupt keine Medikamente.

Seit ca 50 Jahren gibt es jetzt Medikamente gegen Psychosen, Depressionen und viele andere Krankheiten. Aber diese alten Medikamente haben meist sehr müde gemacht, Leute welche diese Medikamente genommen haben, wirkten oft, als ob sie ferngesteuert wurden, oder als ob sie Roboter wären.

Erst in den letzten Jahren 10-15 Jahren sind Medikamente auf den Markt gekommen, die wenig Nebenwirkungen haben und gut vertragen werden. Meistens geben die Patienten an, nachdem sie das Medikament genommen haben, dass sie überhaupt nicht merken würden, ein Medikament zu nehmen. Das einzige das die Patienten merken ist, dass die Erkrankung z.B. eine Depression oder Psychose verschwindet.

Also ist es aus heutiger Sicht nicht mehr notwendig sich vor Psychopharmaka zu fürchten, aber Vorurteile sind nun einmal sehr hartnäckig, also werde wir alle noch etwas damit leben müssen.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 09. März 2010 um 19:05 Uhr
 


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